Neulich vor dem Fressnapf

Das Bild trügt. Es spiegelt nicht die Begebenheiten des heutigen Tages wieder, sondern wurde in einem gütigen Moment aufgenommen.

Die „Herrscherin über alles“ kam mir mit einem finsteren Blick entgegen. Zuvor hatte ich auf den Bildschirm geschaut und sie nicht bemerkt. Ich fragte sie höflich, was anstünde. Der mir zugeworfene Blick nahm die Freundlichkeit nicht auf – was er genau ausdrücke, gebe ich hier lieber nicht wieder, denn ich habe das Blog als kinder- und jugendfrei deklariert.

Nach der Präsentation des Futters im Futternapf nahm ich an, dass ich meine Schuldigkeiten erfüllt hätte, der Blick sagte mir etwas Anderes – auch das gebe ich mal lieber nicht wieder. Es fehlte auf dem Nassfutter im Topf das Topping oben drauf. Dieses hat aus einer kleineren, nicht zu großen Menge Trockenfutter zu bestehen. Hätte ich eigentlich wissen müssen, war mir entfallen, wofür ich mich dann auch entschuldigte. Die „Herrscherin über alles“ nahm ihr Essen ein; ohne eines weiteren Blickes für mich verschwand sie zum Verdauungsschlaf.

Das Leben als Stubentigerinnensklave ist hart, in den Augen der „Herrscherin über alles“ gerecht, aber manchmal doch nur schwer zu ertragen.

Töpfe

Viele Jahre, genau genommen 11 ½ Jahre, gab es in den Küchenschränken eine fest gefügte Ordnung. Man(n) konnte auch im müden Morgenkopf alles finden. Seit einiger Zeit gesellte sich eine Spülmaschine in die Küchenzeile. Nun war es eigentlich nicht mehr sinnvoll, dass die Töpfe genau in der Schublade stehen, die sich in einem 90 Grad Winkel zur Spülmaschinenklappe befindet.

Quelle: pixabay.com

Beim Ausräumen der Spülmaschine musste man die Töpfe immer zwischenlagern, bis man die Spülmaschinenklappe wieder schließen und die Töpfe dann an ihrem angestammten Platz verstauen konnte. Ein Wechsel der Töpfe zur anderen Seite der Küchenzeile wäre möglich und sinnvoll gewesen, kam aber dann immer wieder aus dem Sinn, so tat sich nichts. Vier Schubladen wären betroffen gewesen, zum Teil mit einer Unmenge Kleinkram gefüllt. Ein schier unüberwindbares Hindernis.

Nun hat die gute Fee des Hauses die Schubladen umgeräumt. Toll, das Ausräumen der Spülmaschine gestaltet sich doch wesentlich flüssiger. Schwierig wird jetzt das frühmorgendliche Hantieren mit den Töpfen, zum Beispiel um sich ein Ei zu kochen. Für mein unwaches Gehirn stehen die Töpfe wohl die nächsten 11 ½ Jahre noch genau da, wo sie schon die letzten 11 ½ Jahre gestanden haben; aller Realität zum Trotz.

 

GTD und Zero-Inbox

Zur Info vorab: Ich arbeite mit diversen E-Mail-Anbietern. Dazu gehören sowohl one.com als auch Posteo und weitere. Für die Abwicklung von GTD nutze ich Nirvana.

Viele Informationen laden bei mir als E-Mail. Sie müssen in mein GTD-System, damit ich sie weiterverarbeiten kann. Dafür bietet Nirvana eine einfache Möglichkeit der Übertragung: Sie können einfach per E-Mail weitergesendet werden. Die Adresse habe ich in meinem Adressbuch abgespeichert. Danach befinden sie sich im Eingangskorb von Nirvana und können zu eigenständigen Projekten gewandelt werden oder als Schritt einem bestehenden Projekt zugeordnet werden.

Der Nebenbei-Effekt ist, dass der E-Mail-Text gleich als Notiz bei dem Projekt oder dem Schritt erhalten bleibt.

Götz W. Werner: Womit ich nie gerechnet habe

Dass dm eine etwas andere Drogerie ist, hatte ich schon häufiger gehört. Der Gründer verwirkliche anthroposophische Ansätze in der Unternehmensführung., hatte ich gelesen. Das hat mich dann doch neugierig gemacht. Wie kann man Menschen unter solchen Gesichtspunkten führen? Wie kann eine „gleichberechtigte“ Führung gelingen? „Mitarbeiter sind der Zweck, nicht das Mittel eines Unternehmens.“ Spätestens bei dem Satz war ich elektrisiert und war gespannt, wie er das wohl umgesetzt hat. Und er hat es …

Wie werden die Informationen bei GTD verarbeitet?

Das Verfahren ist denkbar einfach; Informationen, die in unser Leben treten müssen verarbeitet werden. GTD bietet hierzu einen Filter, den diese Informationen (im Kopf) durchlaufen. Er lässt sich ganz einfach darstellen:

 

Etwas ausführlicher stellt es das nachfolgende Mindmap dar. Wobei dieses schon den gesamten GTD-Prozess incl. der späteren Ausführung aufzeigt. Zu den einzelnen Schritten kommen wir dann noch.

 

Quelle: Von René Weber – selbst erstellt, CC BY-SA 3.0, Link

Arbeitsorganisation, Selbstmanagement, GTD

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Arbeitsorganisation. In all den Jahren wurde ich beruflich damit konfrontiert, viele Aufgaben gleichzeitig bewältigen zu müssen. So bin ich irgendwann auch auf die Methode „Getting Things Done“ (GTD) von David Allen gestoßen. Das Gute daran ist, dass alle Aufgaben und alle zu der jeweiligen Aufgabe zugehörigen Schritte in einem zuverlässigen System aufgezeichnet werden und damit erst einmal aus dem Kopf raus sind.

Zwei Grundsätze, die sich sehr einfach lesen, prägen das System:

  1. Sammle alle Tätigkeiten, die erledigt werden müssen, in einem logischen und vertrauenswürdigen System außerhalb deines Kopfes.
  2. Entscheide diszipliniert über jeglichen Input, den du in dein Leben lässt, damit du immer weißt, was der nächste Schritt ist.

So leicht durchzuhalten und danach auch zu verwalten, sind sie dann doch nicht. Aber das ist weniger eine Frage des Systems, als vielmehr eine Frage der Disziplin.

 

Eine weitere Frage, die geklärt werden muss ist die des richtigen Hilfsmittels; es gibt sowohl die Möglichkeit, das Verfahren mittels Papier, also auch mittels Software abzuwickeln. Bei Letzterem gibt es, wie man sich vorstellen kann, eine Vielzahl von Lösungen im Netz. Sie alle haben verschiedene Ausprägungen, sind unterschiedlich teuer, sprechen einen an oder lassen einen ratlos zurück.

 

In den nächsten Artikeln werde ich mich aber zuerst einmal der Methode selbst widmen, bevor ich dann auf einzelne Lösungsansätze eingehe.