Neulich vor dem Fressnapf

Das Bild trügt. Es spiegelt nicht die Begebenheiten des heutigen Tages wieder, sondern wurde in einem gütigen Moment aufgenommen.

Die „Herrscherin über alles“ kam mir mit einem finsteren Blick entgegen. Zuvor hatte ich auf den Bildschirm geschaut und sie nicht bemerkt. Ich fragte sie höflich, was anstünde. Der mir zugeworfene Blick nahm die Freundlichkeit nicht auf – was er genau ausdrücke, gebe ich hier lieber nicht wieder, denn ich habe das Blog als kinder- und jugendfrei deklariert.

Nach der Präsentation des Futters im Futternapf nahm ich an, dass ich meine Schuldigkeiten erfüllt hätte, der Blick sagte mir etwas Anderes – auch das gebe ich mal lieber nicht wieder. Es fehlte auf dem Nassfutter im Topf das Topping oben drauf. Dieses hat aus einer kleineren, nicht zu großen Menge Trockenfutter zu bestehen. Hätte ich eigentlich wissen müssen, war mir entfallen, wofür ich mich dann auch entschuldigte. Die „Herrscherin über alles“ nahm ihr Essen ein; ohne eines weiteren Blickes für mich verschwand sie zum Verdauungsschlaf.

Das Leben als Stubentigerinnensklave ist hart, in den Augen der „Herrscherin über alles“ gerecht, aber manchmal doch nur schwer zu ertragen.